Kategorien
Green Tec Stories

Mango Solar

Über eine Millarde Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität. Die meisten von Ihnen leben in ländlichen Gegenden in Afrika. Mango Solar aus Ulm macht sich auf, diesem Problem mit Clean-Tech zu begegnen. Wir fanden das Projekt so spannend, dass wir Geschäftsführer Danny Friedrich zum Interview eingeladen haben.

Danny, du sagst, dass dir die Idee zu Mango Solar bei zwei Bier am Flughafen von Bangkok gekommen ist. Ich behaupte mal, gute Ideen hat jeder irgendwann. Aber nicht jeder geht danach los und gründet ein Unternehmen. Was treibt dich an?

Wenn ich so drüber nachdenke, hat für mich alles in Indonesien bei Saunatemperaturen auf einem Dachboden begonnen. Mein Kollege Manuel und ich haben dort 2010 eine kleine Solaranlage auf dem Dach einer Schule installiert. Ich war dabei für die Verkabelung zuständig und habe mehrere Stunden schwitzend auf dem Dachboden verbracht und mich relativ frustriert gefragt: „Was mache ich hier eigentlich?“.
Die Frage konnte ich mir wenige Augenblicke später beantworten, als ich die Reaktion der Schüler und Lehrer vor Ort miterleben durfte, als wir das Licht eingeschaltet haben. Etwas das für uns hier in Europa so selbstverständlich ist, bereitet Menschen in anderen Regionen der Welt so viel Freude, die ich mir bis dato nicht vorstellen konnte. Diese Erfahrung war für mich unbezahlbar und seit diesem Zeitpunkt dachte ich mir: Wow, ich kann mit den Dingen, die ich gelernt habe, einen sozialen Impact erzielen, welcher sich gleichzeitig positiv auf unsere Umwelt auswirkt. Zusätzlich kann ich damit auch noch meinen Lebensunterhalt finanzieren.
Das ist für mich eine Win-Win-Win Situation und vermutlich der Ursprung meines Antriebs. Hinzu kommt, dass ich das Riesenglück habe, mit unserem Team und vielen anderen Menschen zusammen zu arbeiten, die ähnliche Beweggründe haben. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, irgendwas anderes zu machen oder in einem anderen Umfeld zu arbeiten.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag von deinem Mitgründer Manuel in Kenia aus?

Ein klassischer Arbeitstag von Manuel in Kenia sieht eigentlich nicht viel anders aus als der vom restlichen Team in Deutschland, da er meistens auch im Home Office ist. Vor der Krise ging er einmal pro Woche in einen Co-Working Space in Nairobi zum Netzwerken mit anderen lokalen und internationalen Entrepreneurs. Ein großer und wichtiger Teil seiner Aufgaben ist es auch, den Kontakt zu lokalen Partnern zu halten und das Netzwerk weiter auszubauen. Ersteres durch regelmäßige Treffen zum Mittagessen, einem Kaffee oder auch mal auf ein Bier. Zweites durch die Teilnahme an lokalen und internationalen Veranstaltungen, wie verschiedene Messen und Konferenzen.

Besonders spannend wird es dann, wenn es darum geht, Feldstudien oder Tests in ländlichen Gegenden durchzuführen, um das Feedback von Endkunden einzuholen, Thesen zu überprüfen oder allgemein neue Erkenntnisse über den Markt zu erlangen. Diese finden in der Regel mit lokalen Partnern statt. Zum einen, um Zugang zu ländlichen Gemeinden zu bekommen, da man dort als “Muzungu” (Swahili für “Weiße”) nicht einfach so herein spazieren kann. Und zum anderen, da es in ländlichen Gebieten leichter ist und mehr Vertrauen schafft, wenn man sich mit den Menschen in der lokalen Sprache unterhalten kann (davon gibt es in Kenia an die 70 verschiedene).

Für eine Feldstudie findet die Anreise meistens schon am Vortag statt. Je nachdem, wo diese stattfindet, entweder mit dem öffentlichen Langstreckenbus oder mit dem Mietwagen. Früh morgens trifft man sich dann mit dem lokalen Partner zum Frühstück, um alles zu besprechen und dann geht es gestärkt für den Tag auf in entlegene Dörfer. Dort beginnt die Suche nach geeigneten Interviewkandidaten. Oft werden diese einfach auf der Straße angesprochen oder man fragt sie vom Rand ihres Grundstücks aus, ob sie bereit zu einem Interview wären.
Die meisten sind sehr freudig und bereitwillig – es werden meist schnell mehrere Plastikstühle oder Sonstiges zum Sitzen für das Interview herbeigeschafft. Manchmal wird man auch mit Tee und Süßkartoffeln oder Arrow Roots als Snacks bedient. So geht es dann von Haus zu Haus und von Dorf zu Dorf, bis der Abend hereinbricht und es Zeit wird, wieder ins Hotel zurückzukehren.
Bei einem gemeinsamen Abendessen und einem Bier  lässt man den Tag und die Erkenntnisse dann Revue passieren. Oft wird dann auch gleich der nächste Tag geplant. Manchmal reicht ein Tag für eine Studie, aber in der Regel sind es mehrere, manchmal in der gleichen Gegend oder es geht am nächsten Tag weiter in ein anderes Gebiet.

Ihr stellt eure Produkte lokal her. Was bedeutet das genau?

Unser Ziel ist es, möglichst viel Wertschöpfung vor Ort zu generieren. Das bedeutet, dass wir so viele Komponenten wie möglich vor Ort beziehen und das Produkt auch vor Ort in Nairobi assemblieren.
Einen Teil der Komponenten müssen wir importieren, da nicht alles lokal verfügbar ist. Eine kürzliche Erhöhung der Import-Zölle und die globale Krise stellen uns derzeit vor neue Herausforderungen, weshalb wir aktuell eine agile Strategie-Anpassung machen und zu einem Software-Unternehmen „mutieren“. Mehr dazu verraten wir in den nächsten Wochen, wenn auch unsere neue Website online geht. Eine lokale Wertschöpfung soll dennoch nach wie vor stattfinden, und zwar indem wir einen Teil des Software-Entwicklungsteams in Kenia einstellen.

Was ist aktuell eure größte Herausforderung und wie geht ihr mit ihr um?

Vor ein paar Wochen hätte ich noch gesagt: Finanzierung. Es gibt ein Sprichwort, das heißt: “Vor der Finanzierung ist nach der Finanzierung.” Und das kann ich bestätigen.

Einen großen Teil der Zeit haben wir die letzten Jahre mit Anschlussfinanzierung verbracht, in Anknüpfung an unsere Gründerstipendien. Vor wenigen Wochen haben wir eine erste größere Investmentrunde abgeschlossen. Nun haben wir also ein wenig Luft, bis es in die nächste Runde geht, und können uns auf Softwareentwicklung, Marketing und Vertrieb konzentrieren. Unsere derzeit größte Herausforderung ist vermutlich ein typisches Startup Problem: Limitierte Ressourcen. Wir haben so viele Ideen, müssen allerdings klar priorisieren und können (leider) nicht alles von heute auf morgen umsetzen.

Was ist deine Vision für Mango Solar?

Unsere Vision könnte man in zwei Worten beschreiben: „Grünes Afrika“.
“Grün” meint hier verschiedene Facetten – es bedeutet für uns einen größtmöglichen Impact zu erzielen, welcher an die 17 Sustainable Development Goals der UN angelehnt ist. Dabei fokussieren wir uns vor allem auf SDG7, “Bezahlbare und saubere Energie” (https://sdgs.un.org/goals).
Bis 2030 wollen wir insgesamt 100 Millionen Menschen erreichen, deren Lebensweisen positiv beeinflussen und einen skalierbaren Beitrag für unseren Planeten leisten.

Und zuletzt: wo trinkst du in Ulm oder Neu-Ulm deinen Feierabenddrink?

Bei schönem Wetter auf jeden Fall draußen im Biergarten, beispielsweise im ROXY, in der Stiege oder im Barfüßer.

Sonst immer mal wieder gerne auch im Gleis44 oder in der Apotheke.

Kategorien
Startup Tipps Stories

Akquise für Startups: No-Gos mit IT-Leiter David Schmidt

Jeder, der in leitender Position arbeitet, hatte vermutlich schon einmal Kontakt mit einem Menschen, der energisch Akquise macht. Oft laufen diese Gespräche für beide Seiten nicht besonders erfreulich ab. Deshalb verabscheuen 90% der Mitarbeiter im Vertrieb die Kaltakquise. Keine andere Disziplin im Vertrieb ist so umstritten, so gefürchtet und manchmal so gehasst die wie Kaltakquise.
Und doch sitzen Gründer Woche für Woche zusammen, um wieder zum selben Ergebnis zu kommen: irgendwie müssen wir neue Kunden ansprechen.

Akquise ist eines der größten Spannungsfelder im beruflichen Miteinander.

Mit dem Aufstieg von Linkedin war es nur eine Frage der Zeit, bis eifrige Vertriebler auch dorthin ihren Weg finden würden. Seither reibt man sich verwundert die Augen, wenn man z.B. so angesprochen wird:

 

Hey,

Ich finde dein Profil spannend und würde mich gerne mit dir connecten. Abgesehen davon ist es ziemlich cool, mit mir vernetzt zu sein 🙂

oder der Klassiker unter den “Anmachsprüchen”.…

 

Lassen Sie uns doch vernetzen. Kontakte schaden ja bekanntlich nur dem, der sie nicht hat.”

Ich bin mir sicher: beinahe jeder wurde auf Xing oder Linkedin schonmal so, oder schlimmer, angesprochen. Ich lese in meinem Newsfeed regelmäßig aufgeregte Diskussionen dazu, die bisweilen auch ziemlich lustig werden.

Die Frage aber bleibt: wie spricht man nun Menschen an, die einen noch nicht kennen?
Wir haben uns gedacht: warum nicht einfach jemanden fragen, der selbst oft Ziel von Ansprachen ist? Deshalb haben wir David Schmidt, IT Leiter der Schulz Group, kurzerhand zum Interview eingeladen.

Herr Schmidt, IT Leiter gehören in Unternehmen zu den Mitarbeitern, die mitunter am häufigsten von Verkäufern angesprochen werden. Unter uns: wie schlimm ist es?

Man wird fast täglich angerufen oder angeschrieben. Die meisten Anfragen laufen nach einem Standardprocedere ab. Die Ansprachen sind gleich, meine Antworten sind gleich. 

// No-Go: Standardtexte auswendig lernen

Welche Arten oder Verhaltensweisen in der Kaltakquise stoßen Ihnen persönlich am meisten auf?

Wenn die Kaltakquise auf Falschinformationen konstruiert wird. Oft werden am Empfang oder bei der Assistenz ein ausgemachter oder anstehender Termin suggeriert, um zu mir durchgestellt zu werden.

// No-Go: Bei Kaltakquise niemals lügen

Fällt Ihnen aus der Vergangenheit eine Situation ein, in der eine Ansprache für Sie tatsächlich mal gewinnbringend war?

Ja natürlich, aber keine am Telefon.
Das war im Rahmen eines Vortrages zum Thema künstliche Intelligenz. In der Pause kam es zu einem Austausch.

Reden wir über Startups. Die Suche nach neuen Kunden ist für Gründer überlebenswichtig. Wie würde eine Kontaktaufnahme am Telefon aussehen, vor der Sie nicht sofort davonrennen möchten?

Ich persönlich halte eine Kontaktaufnahme am Telefon für sehr schwierig und verzichte auf eine Kaltakquise. Jedem Startup würde ich empfehlen die Zeit besser zu nutzen.

Vielleicht kann ich es mit folgendem Beispiel besser erklären: Sie schauen im TV eine Sendung, die Sie wirklich interessiert. In der Werbepause werden Produkte vorgestellt, die mit dem Inhalt absolut nichts gemein haben. Schon vor oder spätestens nach dem ersten Werbeblock schaltet man um oder stellt auf lautlos.

Das Gleiche macht man schon fast automatisiert am Telefon.  Die Ansprachen dauern meistens ca. 15 Sekunden 😉

Thema Linkedin. Es gibt Menschen, die sagen: wer schon in der Kontaktanfrage pitcht, hat verloren. Wie gehen Sie damit um und was muss eine professionelle Anfrage Ihrer Meinung nach enthalten?

Dann gehöre ich auch zu diesen Menschen. Ich würde Ihre Frage umformulieren und damit womöglich eine Antwort liefern. Wie können Unternehmen es schaffen, dass die Kunden sich mit dem Unternehmen oder mit der Person vernetzen? Das wird eine Herausforderung bleiben. Erschwerend kommt hinzu, dass wir in einer „VUCA Welt“ leben, ein bewährtes Vorgehen kann morgen schon überholt sein.

Meiner Meinung muss jemand von seinem Unternehmen, von seinem Produkt zu 100% überzeugt sein.

Da fällt mir ein passendes Zitat von Augustinus Aurelius von Hippo ein (354 – 430):

 „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst…“

Und zum Schluss: was sind Ihre persönlichen No-Gos?

Alte und bekannte Verkaufstaktiken, Reden über Belangloses, das Kopieren von Körpersprache (Gestik, Position), Unhöflichkeit und fehlende Professionalität. Die kommt z.B. zum Vorschein, wenn der Gegenüber eine Ablehnung seines Angebotes persönlich nimmt. Eine zu häufige Kontaktaufnahme zu einem offenen Angebot wirkt genauso unprofessionell.

Vielen Dank, Herr Schmidt!

Kategorien
Food Stories

Catch Your Bug

Insekten zum Kochen und Essen

Dem Einen treiben sie die Schweißperlen auf die Stirn, für andere sind sie eine Delikatesse: Insekten.

In Schnürpflingen züchten Michael Bullmer und Marco Schebesta mit ihrem Team Insekten für den menschlichen Verzehr heran. Nach der Aufzucht werden die Insekten zu Insektenmehl oder zu Snacks verarbeitet und über die den eigenen Shop Catch Your Bug zum Kauf angeboten.
Sie gehören dabei zu den Pionieren einer im Westen neuen Form der Nahrungsmittelerzeugung. Nur sehr wenige Gründer beschäftigen sich aktuell mit diesem eigentlich zukunftsträchtigen Thema. Dazu gehört zum Beispiel auch Frank Thelen, der mit seinem Freigeist Capital an einem Unternehmen beteiligt ist, das ebenfalls mit Insekten arbeitet.

Wir wollten uns das näher anschauen und haben dazu mit Marco gesprochen. Viel Spaß mit der Story!

Marco, auf deiner Reise durch Asien hast du zum ersten mal Insekten gegessen. Seither beschäftigst du dich beruflich damit. Anfang 2020 hast du Catch Your Bug gegründet. Was ist seither passiert?

Als ich zum ersten Mal Insekten probieren durfte war ich positiv über die verschiedenen Geschmacksrichtungen der einzelnen Arten überrascht.
Jede Art hat Ihre Besonderheiten hinsichtlich Aroma, der Sensorik und dem Nährstoffprofil.
Wir haben uns vor allem aufgrund des tollen Geschmacks und der Nährwerte für die Heimchen, Mehlwürmer und Wanderheuschrecken entschieden und züchten diese seither.

Die Nachfrage war anfangs etwas zurückhaltend, mittlerweile haben wir hier aber ein gutes Niveau erreicht, das weiter steigt. Das Feedback der Kunden, was uns gerade jetzt am Anfang sehr wichtig ist, war bisher durchweg positiv. Daher sind wir überzeugt den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und blicken zuversichtlich in die Zukunft.

Wir haben erst kürzlich aufgrund zahlreicher Anfragen seitens der Kunden gewürzte Insekten-Snacks zum Portfolio hinzugefügt, die den Einstieg in den Verzehr der Insekten erleichtern sollen. In den nächsten Monaten werden wir auch weitere Produkte mit verarbeiteten Insekten anbieten.
Wir versuchen durch ein attraktives und vielseitiges Produktportfolio für das nachhaltige und zukunftsträchtige Thema zu begeistern.

Eine Gründung im Coronajahr ist sicher kein Sonntagsspatziergang. Was hat das mit euch gemacht und wie geht ihr damit um?

Tatsächlich sind sämtliche Messeauftritte und andere Events abgesagt worden, die wiederrum gerade zu Beginn einer Unternehmensgründung wichtig sind um wahrgenommen zu werden. Zudem sind Kunden aus der Gastronomie- und Hotelleriebranche aktuell eher zurückhaltend, wodurch hier ein wichtiger Absatzkanal wegfällt.
Wir konnten jedoch glücklicherweise von einer  stark gestiegenen Nachfrage im E-Commerce profitieren und haben unter anderem an Onlineevents teilgenommen, um auf uns aufmerksam zu machen.
Dadurch haben wir diese Phase bisher gut überstanden, hoffen aber natürlich trotzdem, bald auch auf Messen Auftreten zu können, um den Menschen das Thema näher zu bringen.

Was ist aktuell eure größte Herausforderung?

Es ist äußerst schwierig gegen die Vorurteile in der Bevölkerung anzukämpfen und ein Umdenken zu bewirken. Daher würde ich die Aufklärung über die ernährungsphysiologischen und ökologischen Vorteile des Verzehrs von Insekten als größte Herausforderung bezeichnen.

Ihr züchtet eure Insekten ja im Ulmer Raum. Wie kann ich mir so eine Insektenzucht vorstellen?

Man kann sich die Insektenzucht als hocheffiziente Produktionsstätte vorstellen.
Es ist faszinierend zu sehen wie schnell die Insekten ihr Futter verwerten, wie wenig Platz für die artgerechte Aufzucht benötigt wird und in welch kurzer Zeit sich die Insekten vermehren.
Man kann auf Anfragen unheimlich schnell reagieren und die Produktionsmenge in relativ kurzer Zeit um ein Vielfaches erhöhen.

Insekten als Nahrung zu sich zu nehmen wird auch im Westen immer beliebter. Trotzdem ist man hierzulande noch zurückhaltend. Wie reagieren Freunde und Familie, wenn jetzt regelmäßig Heuschrecken auf den Tisch kommen?

Im Freundeskreis kam die Idee Speiseinsekten zu züchten und diese in den Speiseplan zu integrieren erstaunlich gut an. Ich habe die Insekten immer wieder in gewürzter Form zu Spieleabenden oder zum Sport mitgebracht und das Feedback war sehr positiv.
Die Familie war von der Idee Speiseinsekten zu züchten ebenfalls sehr angetan, jedoch hat es eine gewisse Zeit gedauert, bis dann auch wirklich mal probiert wurde.
Mittlerweile werden bei uns die Mehle regelmäßig verschiedenen Gerichten beigemischt, weil sie diese eben sowohl geschmacklich wie auch hinsichtlich der Nährstoffe aufwerten. 

Und zum Abschluss: deine Lieblingsbar in Ulm?

Mir gefällt es mich immer wieder in anderen Locations aufzuhalten und dank der hohen Dichte an Bars findet man in Ulm immer neue Orte, die einem gefallen.
Ich würde jedoch die Kulisse als meinen aktuellen Favoriten bezeichnen.

Kategorien
Lifestyle Stories

me and all hotel Ulm

Lounge, Lobby und Local Heroes

Ulm bekommt ein neues Hotel.
Das alleine ist ja eigentlich nicht unbedingt eine Meldung für ein Startup Magazin. Aber ich verspreche euch: ihr werdet beim Lesen dieser Story genau so überrascht sein wie ich es war.

Ich habe mit Hotelmanagerin Sarah Bartel über ihre neue Herausforderung für die me and all hotels über den Dächern der Ulmer Sedelhöfe gesprochen. Viel Spaß!

Sarah, du wirst das me and all hotel in Ulm leiten. Erzähl doch mal, wo du herkommst und wie es dich nach Ulm verschlagen hat.

Aufgewachsen bin ich gar nicht so weit von Ulm entfernt auf der Schwäbischen Alb in Gerstetten. Nach dem Abi hieß es erst einmal: ab in die große weite Welt.
Ich kam nach Australien, Stuttgart und St. Peter Ording an der Nordsee und irgendwann wieder zurück in den Süden, nach Ulm.

Euer modernes Konzept ist eine Reaktion auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Ein Coworking-Space im Hotel und Regionalität in der Küche sind ja wichtige Themen für euch. Wie werden diese Ideen von euren Kunden in anderen Städten angenommen?

Unsere Local Heroes sind ein fester Bestandteil in allen me and all hotels und werden von unseren Gästen sehr positiv aufgenommen.
Da gibt es zum Beispiel die Brötchen und das Brot vom Bäcker nebenan, anstatt vom großen Lieferanten. Den Unterschied schmeckt man einfach!
Von der Bäckerei um die Ecke, der kleinen Kaffeemanufaktur in der Stadt bis zur Druckerei, die die T-Shirts der Mitarbeiter bedruckt, versuchen wir die lokalen Unternehmen einzubinden und so auch die regionalen Unternehmen zu unterstützen. Auf die Art bringen wir unseren Gästen die Stadt bei ihrem Aufenthalt auch näher. Sehr gut kommen auch die gemeinsamen Events mit unseren Local Heroes an. Nicht nur bei den Hotelgästen, sondern auch bei den Locals!

Erzähl uns mehr über den Coworking-Space.

Unsere Lounge ist das Wohnzimmer der Stadt; der Coworking Space, der jedem kostenfrei zur Verfügung steht. Mit unserem Aufzug kommt ihr in die 8. Etage mit einem sensationellen Blick über die ganze Stadt. Es gibt genügend Platz und Steckdosen, um sein Homeoffice in unsere Lounge zu verlegen. Zusätzlich ist man mit dem kostenlosen High-Speed WLAN immer gut angebunden.
Freiräume, in denen man Ideen teilen, networken und coworken kann gibt es nicht nur in unserer Bar, die auch echt guten Kaffee macht, sondern auch auf der großen Dachterrasse mit über 200 qm.
Als Rückzugsort für ungestörtes Arbeiten bietet sich der Boardroom mit 18 qm an, welcher flexibel bei unseren Explorern (so heißen unsere Mitarbeiter) angemietet werden kann.

Was hat es mit euren Local Heroes auf sich?

Ein Local Hero ist der Straßenmusiker um die Ecke, der Bäcker mit dem besten Brot der Stadt, die kleine Kaffeemanufaktur in der Region…alles, was Ulm so besonders macht.
Wir sind immer eng verdrahtet mit den Local Heroes unserer Stadt, um sie für unsere Gäste auf unsere Bühnen zu bringen, auf die Teller und in die Gläser zu zaubern. Wir lieben Traditionen und wir lieben das Neueste vom Neuesten. Und wir lieben unsere Städte und ihre Superhelden. Mit unseren Local Heroes versprühen wir Heimatgefühle und kreieren Erlebnisse.

Welchen Ort in eurem Hotel sollte man sich unbedingt mal anschauen?

Unsere Dachterrasse ist “the place to be”!
Bei gutem Wetter sogar mit einem sensationellen Blick auf die Alpen! Hier könnt ihr einfach nur entspannt am Laptop arbeiten, Kaffee mit der besten Freundin trinken oder sich auf ein Feierabendbier treffen.
Das ist unsere 8. Etage, eben das Wohnzimmer der Stadt.

Und zum Schluss: Wohin geht Sarah Bartel in Ulm gerne zum Essen?

Die Ulmer Gastronomie bietet sehr viel Abwechslung und es ist schwer sich für ein Lieblingsrestaurant oder sogar Lieblingsfoodtruck zu entscheiden, doch nach einem genialen Tag beim Wandern oder beim Mountainbiken gibt es immer mein absolutes Soul Food Schnitzel mit Spätzle in der „Neuen Welt“ in der Oststadt. Ob to-go oder im wunderschönen Biergarten, das ist der perfekte Ausklang für einen tollen Tag.

Kategorien
Health Stories

Equil

Der Gesundheitscoach fürs Büro

Schulter-Nacken Schmerzen gehören mittlerweile zu den häufigsten Beschwerden am Arbeitsplatz. Ganze 11 Milliarden Euro sollen Rückenschmerzen die Wirtschaft jedes Jahr kosten: durch Arbeitsausfälle oder verminderte Arbeitsleistung, z.B. aufgrund von Kopfschmerzen. Hier kommt unser Gründerteam Constantin Diesch und Lukas Kühnbach mit ihrem Startup Equil ins Spiel.

Equil entwickelt einen Smart Textile Coach, der Fehlhaltungen beim Sitzen korrigieren und so Schulter-Nacken Beschwerden lindern soll. Das Gerät wird an die Alltagskleidung angebracht und gibt bei einer meist unbemerkt eintretenden Fehlhaltung ein kurzes Vibrationssignal ab, das den Mitarbeiter aufmerksam macht. Die natürliche Reaktion darauf ist die Rückkehr in eine entspannte und damit gesündere Position.

Constantin ist eigentlich Physiotherapeut. Er hat schon viele Patienten mit Schulter-Nacken Beschwerden behandelt und kennt das Problem daher aus erster Hand. Insbesondere die „Hausaufgaben“, die er ihnen zur Vorbeugung  im Alltag mitgab wurden meist nicht oder zu wenig umgesetzt. Beim nächsten Besuch hatte der Patient meist wieder die selben Beschwerden und eine nachhaltige Verbesserung blieb aus, weil die Fehlhaltungen im Alltag beibehalten wurden.

Die ersten Schritte

Das inspirierte Constantin zu seinem Produkt „Equil Neck“. In seinem Studium konzentrierte er sich nun gemeinsam mit seinem Mitgründer auf die technologische Umsetzung: mit Erfolg.
Ein erster Pilotkunde erklärte sich bereit, das Produkt mit 15 seiner Mitarbeiter einen Monat lang auszuprobieren.

Es ist ganz einfach: nachdem man das Equil Neck angezogen hat startet man die App. Dort kalibriert man das Gerät mit ein paar Klicks und schon registriert es die hochgezogenen Schultern vor dem Bildschirm. Unterstützt wird der Mitarbeiter außerdem von Schulungsvideos rund um die Themen Ergonomie am Arbeitsplatz. Durch einen Neck-Score weiß man immer, wie gut das Gerät einen gerade unterstützt und vor allem: wie man sich im Laufe der Zeit verbessert hat.

Der Markt

Equils Zielkunden sind Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern möchten, z.B. im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Gerade die Arbeit im Homeoffice wird oft zum Problem, weil die meisten Arbeitsplätze unzureichend ergonomisch ausgestattet sind.
Weiterhin soll ein B2C Onlinevertrieb aufgebaut werden, wo dann jeder seinen eigenen Nackencoach bestellen kann. Insbesondere in sitzenden Berufen spielt das Equil Neck seine volle Stärke aus.

In Zukunft soll das Equil Neck in die Welt hinaus verkauft und direkt in Textilien integriert werden. Dafür sucht Equil übrigens noch einen passenden Investor, der das Startup bei Markteintritt und Skalierung unterstützt.

Kategorien
High-Tech Stories

HKK Bionics

Das High-Tech Startup aus Ulm...

machte zuletzt 2019 von sich reden, als es den Cyberone Hightech Award gewann. Seitdem ist viel passiert. Vor kurzem hat  die erste Entwicklung von HKK Bionics die Marktreife erreicht: die „exomotion hand one“. Grund genug, uns mit einem der Gründer, Dominik Hepp, mal über sein Startup zu unterhalten.

Das Unternehmen hat eine Handorthese entwickelt, die Menschen mit gelähmten Händen einen Teil ihrer Motorik zurückgibt und ihnen so hilft, wieder ganz alltägliche Dinge zu tun: etwas zu heben, zum Beispiel.
Hier übrigens der Unterschied zwischen einer Prothese und einer Orthese für alle, die den Begriff vorher noch nie gehört haben (mich eingeschlossen):
Eine Prothese ersetzt den Körperteil, eine Orthese wird auf den noch vorhandenen Körperteil aufgesetzt und unterstützt ihn.

Der Patient schlüpft mit seiner Hand also in die exomotion hinein, welche dann für die Handbewegung sorgt. Was sich einfach anhört ist bei näherer Betrachtung ein komplexes Zusammenspiel technischer Komponenten, z.B. des Antriebs und der künstlichen Sehnen.
Möglich macht dies ein Sensor, der auf der Haut des Patienten angebracht ist und die empfangenen Signale des darunter liegenden Muskels in Bewegungen umsetzt. Angetrieben wird der Handschuh von einer Batterie, die der Nutzer bei sich führt.

Die exomotion hat also ein großes Potential, das Leben vieler Menschen mit Einschränkung zu erleichtern. Oder wie HKK Bionics es ausdrückt: „Bewegung ist Freiheit“.

Aktuell (August 2020) führt das Startup Gespräche mit potentiellen Kunden. Dazu gehören hauptsächlich Sanitätshäuser, die direkt mit den Patienten arbeiten. Diese bestellen dann den Bausatz und passen den Handschuh individuell an den gelähmten Arm an.
Die aktuelle Herausforderung ist, so Geschäftsführer Dominik Hepp, die Krankenkassen von der Idee zu überzeugen. Diese werden letztendlich ja für die Kosten aufkommen.

Dominik, wie kommt man dazu eine bionische Orthese zu entwickeln?

„Ich hatte vor vielen Jahren einen schweren Unfall, der mich für ein paar Monate an den Rollstuhl fesselte. Da habe ich selbst erfahren dürfen wie es ist, sich nicht mehr wie gewohnt bewegen zu können. Das war jetzt nicht die Grundlage meiner Entscheidung, aber es hat definitiv eine Rolle gespielt.“

Erzähl mir ein wenig über eure Gründung

Wir haben uns ganz klassisch an der Technischen Hochschule Ulm kennengelernt und von dort aus gegründet. In den ersten Monaten und in der Entwicklungsphase hat das EXIST Gründerstipendium für unser täglich Brot gesorgt. Wir konnten dann Büros in den Räumen der TFU im Science Park 2 mieten, wo wir bis Ende 2019 gearbeitet haben. Seit Anfang 2020 sind wir in den neuen Büros in der Wilhelmsburg.

Wie war der Lockdown für euch?

Wir arbeiten mit Risikopatienten und hatten in der Zeit natürlich keine Chance in bestimmten Themen weiterzukommen. Wir haben deshalb unsere Zeit genutzt um unsere digitale Infrastruktur besser aufzustellen und z.B. Microsoft Teams noch intensiver zu nutzen.
Die Folgen von Corona sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich belastet uns die Pandemie als Unternehmen. Auf der anderen Seite ist die Bereitschaft deutlich gestiegen, digitale Tools einzusetzen. Ich muss nicht mehr 1000 km durch Deutschland fahren, um unser Produkt kurz vorzustellen.

Wo kann man die exomotion in Ulm bekommen?

Das Sanitätshaus Häussler arbeitet mit uns zusammen.

Wie funktioniert die Produktion eines solchen High-Tech Produkts?

Die Einzelkomponenten kommen zum Großteil von Produzenten in Süddeutschland und werden in unserer Montage vor Ort zusammengebaut. Uns ist die hohe Qualität und Langlebigkeit des Handschuhs besonders wichtig, deshalb bestellen wir die einzelnen Elemente in Deutschland. Ich lege auch Wert darauf die Lieferanten zu kennen und die Möglichkeit zu haben, mal hinzufahren. Fast alle unsere Lieferanten kennen mich persönlich. Und damit sind wir Made in Germany.

Zum Abschluss: dein Lieblingsrestaurant in Ulm?

Am liebsten Essen gehe ich in Ulm in der Creperie Kornhäusle. Regionale Zutaten und Bio – einfach lecker.

Kategorien
Food Stories

Foodtruck Flotte Lotte

Für Fans der hiesigen Streetfood Szene ist sie schon lange kein Geheimtipp mehr: die Flotte Lotte. Aber auch allen anderen wollen wir diese Quelle der Glückseligkeit nicht vorenthalten. Seit 2018 macht der Foodtruck mit seinen unkonventionellen Gerichten Ulm und Neu-Ulm unsicher.  Die immer länger werdenden Schlangen vor dem Foodtruck haben wir zum Anlass genommen, uns mal mit Timo und Lotte über ihren Erfolg zu unterhalten. Und natürlich über Esskultur!

Menschen, die in den Streetfood Markt gründen haben meistens ein paar spannende Geschichten zu erzählen. Ein bisschen verrückt muss man ja schon sein, wenn man sein bequemes Büro gegen eine 5,5 Tonnen schwere Küche auf Rädern eintauscht.

Timo ist gelernter Koch und war viele Jahre im Lebensmittelhandel tätig,  Lotte war Chefsekretärin in einem Nahverkehrsunternehmen. Fachlich haben wir also ein super Gründerteam hinter dem Tresen. Aber auch Leidenschaft spielt für die beiden eine Rolle.

Wir wollen Omas Küche modern denken und kochen.“

Dabei spielt Saisonalität natürlich eine große Rolle. Das Angebot wechselt wöchentlich durch und orientiert sich dabei auch an der Saison. Im Sommer gibt es frische Salate, im Winter Eintöpfe und zwischendrin alles von Cheessteak bis Schaschlikpfanne. Dazu kommt eine Standardkarte, die man immer kriegt. Aber auch die ist so abwechslungsreich, dass es nie langweilig wird.
Burger sucht man bei der Flotten Lotte übrigens vergeblich. Dafür stehen einige Gerichte auf der Speisekarte, die man so schnell kein zweites mal findet. Hier ein Auszug:

Schwabendöner
Gezupfter Schweinebraten mit frischem Salat im Wasserwecken und Dip

Schwäbischer Hotdog
Eine Bratwurst im Baguette, die für sich schon irre gut schmeckt, garniert mit ordentlich Käsespätzle.

Gebratener Fetakäse mit karamellisierten Nüssen und Feigen

Regt die Fantasie an, hab ich Recht?

Ein Besuch bei Oma hat immer etwas Heimeliges. Das liegt natürlich auch an der Herzlichkeit, die Omas ihren Enkeln oft entgegenbringen. Diese Herzlichkeit merkt man dem Foodtruck auf jeden Fall an. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei die Lotte, die mit ihrer witzigen, offenen Art gute Stimmung versprüht und gerne mit den Gästen plaudert. Nach ihr ist der Foodtruck auch benannt. „Flott“ trifft es dabei so ziemlich ins Schwarze!

Timo, welches eurer Gerichte sollte man auf jeden Fall mal probiert haben?

„Den Schwabendöner, der ist ziemlich beliebt. Ansonsten ist das Tagesessen immer zu empfehlen, weil wir uns da ein bisschen austoben können.“

Wer noch nicht das Glück hatte bei Lotte und Timo einzukehren sollte dies unbedingt mal machen. Sie sind unter der Woche mittags an unterschiedlichen Standorten in Ulm und Neu-Ulm unterwegs. Am Wochenende kann man sie auch mal auf Events treffen, z.B. bei Stürmt die Burg. Schaut am besten einfach mal auf der Seite von Flotte Lotte vorbei und dann gönnt euch!

Good to know

Tierwohl und Nachhaltigkeit liegen uns als Tier- und Naturfreunde sehr am Herzen, deswegen kennen wir unsere Obst- und Gemüsehändler sowie unseren Metzger, und bauen auch auf recycelbare und kompostierbare Verpackungen.

Kategorien
Neuigkeiten Stories

Voller Einsatz für Startups: die IHK Ulm

// Startup Ökosystem Ulm powered by IHK Ulm

Wenn man von Startups spricht, kommt einem nicht unbedingt zuerst Ulm in den Sinn. Zweifelsohne liegt Ulm für Startups strategisch eigentlich äußerst günstig, allerdings tat sich die Stadt mit Neuem in der Vergangenheit eher schwer. Das Mindset war schon immer eher konservativ und verhalten. Nicht selten schweiften Unternehmen bei ihrer Anbietersuche gerne in die Ferne zum etablierten Anbieter; sogar dann, wenn in der eigenen Stadt die gleiche oder sogar bessere Qualität von einem Startup angeboten wurde. Ein Produktmanager verriet mir einst sogar, dass man neue Produkte immer zuerst in Schwaben testete.

“Wenn es hier funktioniert, läuft es überall.”

So überrascht es wenig, dass Gründer aus Ulm die Stadt oft verlassen. Mit Stuttgart und München als Nachbarn bieten sich hier zwei Startup-Ökosysteme an, die die Zeichen der Zeit sehr früh erkannt haben und entsprechend um Talente buhlen. Mit großem Erfolg!

Deshalb überrascht es vielleicht auch, dass die neue Startup-Initiative “Startup-Region Ulm” gerade von der IHK Ulm ins Leben gerufen wurde. Kann das funktionieren? Ist die Kluft zwischen der Szene und der althergebrachten IHK nicht zu groß, die Vorstellungen zu unterschiedlich?
Es hat sich herausgestellt: es funktioniert ganz wunderbar.

Als die Initiative 2017 ins Leben gerufen wurde, haben sich ein Dutzend Startups in der IHK zusammenrufen lassen, um sich das Ganze aus der Nähe anzuschauen. Eingeladen war dazu Johannes Ellenberg*, einer der bekanntesten Akteure der Startup-Szene in Stuttgart. Er berichtete von seinen Erfahrungen und gab der jungen Community wertvolle Tipps und Rat für die gemeinsame Zukunft.
In den nächsten Monaten entwickelte sich die Initiative sehr gut. Neue Startups kamen hinzu und die monatlichen Treffen wurden zu einer festen Größe in der Szene. Insbesondere für die Event-Formate hatte das Team um Michael Reichert einen guten Riecher. Das fängt von ganz praktischen Impulsen zu wichtigen Themen an, z.B. Pitch-Training oder Mentorensuche, und geht bis zum Startup-meets-Mittelstand Format, wo beide Ökosysteme in unkomplizierter Atmosphäre zusammengebracht werden. Daraus haben sich für beide Seiten zwischenzeitlich auch wertvolle Kooperationen entwickelt. Als Startup kann man sich kaum mehr wünschen!

Hier zeigt sich nämlich die Stärke einer klassischen Einrichtung, die den Sinn für die Moderne beibehalten hat. Sie kann ihre Verbindung zum Mittelstand nutzen und als Brücke zwischen beiden Welten fungieren. Die Region als Ganzes wird davon nur profitieren. Die IHK Ulm hat sich diesem Ziel verschrieben und trifft es bis jetzt auch sehr gut. Dass diese Initiative im vorsichtigen Ulm grade von einer Einrichtung wie der IHK kommt, macht Hoffnung für die Zukunft. Ulm muss sich langfristig als Startup-Ökosystem behaupten, um zwischen den beiden Riesen im Osten und Westen nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Es ist dringend notwendig, Gründern hier eine Heimat zu geben. Sicherlich muss Ulm noch Vieles aufholen, allerdings sind die Voraussetzungen gut und die eingeschlagene Richtung stimmt. Hält man das Commitment aufrecht, sollte die Szene auch weiterhin stetig wachsen.

Ich konnte mich mit Michael Reichert, Leiter des StarterCenters dazu austauschen.

Michael, was hat euch bei der IHK dazu bewegt die Initiative zu ergreifen und die Startup-Community zu gründen?

Bei der IHK Ulm gab es schon lange großes Engagement im Bereich der Gründerberatung und –Begleitung. Bereits 2001 wurde deshalb das StarterCenter gegründet. Ziel der Initiative war es vor allem, den Austausch unter den regionalen Startups sowie den Austausch zu etablierten Unternehmen und Institutionen zu fördern.

Wie sehen eure Pläne und Ziele für die nächsten Jahre aus?

Die Initiative hat sich schnell zu einer Community mit regelmäßigen Treffen sowie Aktivitäten entwickelt. Wir wünschen uns, dass wir die vielfältigen und steigenden Aktivitäten in der Region unter dem Dach der Startup-Region bündeln können und so gemeinsam mit allen anderen Akteuren in der regionalen Gründerszene die Strahlkraft auch überregional erhöhen. Insbesondere an den Hochschulen und an der Uni hat sich hinsichtlich Gründungskultur in den vergangenen Jahren einiges getan. Unser Ziel ist es hier weiter gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Für Venture-Capital gehen Startups ja noch immer in die großen Städte. Macht ihr euch darüber Gedanken?

Natürlich ist die Finanzierung von Startups ein sehr wichtiges Thema. Wir haben aber gerade hier in der Region ein sehr gutes Netzwerk. Für die Frühphasenfinanzierung haben wir mit der TFU einen Partner von Startup-BW Pre Seed direkt vor Ort. VC-Fonds investieren in der Regel nicht zwingend regional, sondern eher nach Branchen. Bei der Suche nach VC-Gebern ist die Region in der sich die Akteure auf kurzen Wegen kennen sicherlich kein Wettbewerbsnachteil. Bei der IHK Ulm gibt es für das Thema Finanzierung auch einen Spezialisten, an den sich Startups selbstverständlich wenden können.

Was hast du aus der Arbeit mit Startups gelernt?

Ich war ja auch schon vor meiner IHK-Zeit durch eigene unternehmerische Erfahrungen geprägt. In der Arbeit mit Startups habe ich gelernt schneller auf den Punkt zu kommen und mit einer Idee schneller um die Ecke zu kommen. Ich sehe Fehler heute aus einer anderen Perspektive. Ich würde zwar immer noch Risiken abwägen. Manchmal sind Fehler aber günstiger als zu langes abwarten und sie bringen oft auch neue Impulse. Wichtige Impulse bringt aber auch der Austausch untereinander. Die Offenheit in der Gründerszene, sich über Tipps und Fehler auszutauschen begeistert mich besonders.

Auch Martin Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, hat ein Anliegen für Startups. Seine Message dazu:

Startup-Ideen können die Welt von morgen verändern. Funktioniert die Kooperation zwischen Startups und etablierten Unternehmen, so ist dies auch ein wichtiger Faktor für Wirtschaftswachstum und Innovationen. Uns ist es ein Anliegen, Startups und etablierte Unternehmen zu verbinden. Deshalb engagieren wir uns neben unseren vielen Angeboten in der Gründungsberatung gerne in der regionalen Startupszene . Ein Erfolgsformat ist beispielsweise zweimal jährlich unser “Startup meets Mittelstand” Event.

*Johannes Ellenbergs Buch “Der Startup Code” bei Amazon

Kategorien
Fitness Stories

Infinite Running

// The Endless Upgrade Shoe

Portrait:
Infinite Running entwickelt einen nachhaltigen, fair produzierten Laufschuh. Dabei werden stark beanspruchte Teile einzeln ausgewechselt, sodass der Schuh als Ganzes erhalten bleibt.

Status 2020: kurz vor Markteinführung

“Im Fernseher habe ich gesehen, wie sie aus einem verendeten Wal einen ganzen Schuh herausgeholt haben. Das hat mich nachdenklich gemacht.”

So beschrieb es Nico Russ einmal in einem Gespräch. Schuhe sind, wie so vieles in unserer Gesellschaft, ein Wegwerfprodukt. Das liegt natürlich in der Natur von Schuhen. Ist doch ganz selbstverständlich, oder?
Nico gehört zu einer Generation von Gründern, die scheinbar Selbstverständliches in Frage stellen. In diesem Fall folgten den Gedanken auch Taten. Er hat sich gefragt, ob ein Schuh wirklich im Müll landen muss, wenn die Sohle durchgelaufen ist.

Das Ergebnis ist der Infinite One: ein Laufschuh mit erneuerbarer Sohle. Diese besteht nämlich aus einzelnen Elementen, die einzeln ausgetauscht werden können. So muss noch nicht einmal die gesamte Sole getauscht werden, sondern nur jene Elemente, die abgenutzt sind.

Doch wie entwickelt man eigentlich einen Schuh?
Man kann sich vorstellen, dass Nadel und Faden dafür nicht ausreichen. Gemeinsam mit seinem Seed Investor holte Nico Russ Experten an Bord, die ihm halfen den Schuh zu entwickeln. Auch für Marketing und Vertrieb holte er sich Verstärkung. Weiterentwickelt wurde der Schuh an seinen eigenen Füßen. Nico geht selbst regelmäßig beim Halbmarathon an den Start. So hat er seine Prototypen selbst auf Herz und Nieren testen können. Einige hat er davon schon durchgelaufen, sagt er. In der Höhle der Löwen würden sie ihn einen „echten Gründer“ nennen. Er hat die nötige Begeisterung, kennt die Materie gut und lebt seine Idee.

Eine Kostprobe seines Elevator-Pitches in sauberstem Schwäbisch könnt ihr euch direkt hier ansehen. Ich finde: läuft bei ihm!

Nico, du hast gegründet, nachdem du die Bundeswehr verlassen hast. Ich habe selbst auch gedient und treffe immer wieder Ex-Soldaten in der Startup-Szene. Was hat dich die Zeit beim Militär gelehrt, das dir als Gründer hilft?

Ich glaube die grundlegenden Schlüsselqualifikationen Disziplin, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit und Ehrgeiz profitieren sehr von meiner Bundeswehrzeit. Sie waren vorher natürlich auch vorhanden aber wurden durch die Erfahrungen dort noch ausgeprägter. Sicher wird es auch auf die Truppengattungen ankommen, ob es in den Stammeinheiten so bleibt, aber eine Grundausbildung halte ich tatsächlich entgegen vieler Meinungen meiner Bekannten für eine der besten Dinge, die junge Leute absolvieren können. Wer im Nachgang dann reflektiert erkennt, dass dort mehr dahinter steht als nur stumpfer Dienst. Es geht viel darum, diese Kernkompetenzen aufzubauen und zu kultivieren. Dies wird dann gerade für Gründer irgendwann überlebenswichtig. 

Dein innovativer Laufschuh hat in den letzten Monaten ja ganz schön Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auf der StartupBW 2019 hast du den Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Fachmagazine berichten über dich.
Wie wirkt sich die mediale Aufmerksamkeit auf dein Geschäft aus?

Auf der einen Seite ist es natürlich toll immer wieder ein so großartiges Feedback zu erhalten. Auch das Interesse an meinem “Warum” freut mich. Auf der anderen Seite darf man bei all dem nicht den Fokus verlieren. Der Fokus muss natürlich nach wie vor darauf gerichtet sein in Zukunft Geld damit zu verdienen. In meinem Fall musste ich ja sogar noch die Entwicklung, die bis dato aus Prototypen bestand, zu einer Serienreife weitertreiben.

Man könnte meinen, das Thema Running wird ganz gut von 2-3 großen Marken bedient. Warum bist du davon überzeugt, dass dein Laufschuh nachgefragt ist?

Ohne ein großer Wirtschaftsökonom zu sein glaube ich zu wissen, dass gerade diese großen Marken, die wir im Kopf haben, eklatante Fehler machen, die sich anhand der gesteigerten Gewinne jedes Jahr ablesen lassen. Lass’ mich das erklären:
Diese Gewinnsteigerungen sind irgendwann nicht mehr mit Verkäufen zu erreichen, sondern vor allem durch Einsparungen in der Produktion. Wir reden da von niedrigeren Lohnkosten, Kompromissen bei der Qualität oder eben Erhöhungen der Produktpreise. Dies führt vor allem zu Unmut bei den Endverbrauchern weil in gleichem Ausmaß kein Mehrwert mehr gegeben werden kann. Meine Chance ist ein Produkt, das zu Ende gedacht wurde: vom Transportweg bis hin zum Nutzen des Endkunden. Den Geist der Zeit denke ich sehr gut zu treffen im Bereich Nachhaltigkeit, Individualisierung und Fairness. Unser Schuh ist “Made in Germany”.

Was war für dich die größte Herausforderung in den letzten Monaten?

Zwischen all den vielen Kleinigkeiten nicht den Überblick zu verlieren, das finde ich sehr schwer. Irgendwann kommt man an einen Punkt, wo es auf Feinheiten ankommt. Diese Stellschrauben richtig zu bedienen ist nicht einfach. Da geschehen natürlich nach wie vor Fehler. Corona traf Infinite Running ebenso zu einem gewissen Grad und auch das Treffen mit Händlern ist sehr erschwert. Wir sehen aber, dass grade viel Outdoor-Sport getrieben wird. Das ist eine gute Entwicklung für uns.
Ich hoffe natürlich, dass sich die Krise bald wieder legt und wir das alles gemeinsam durchgestanden haben.
Wenn ich einen Ausblick wagen darf: für mich könnte die Anbindung an den Markt nächstes Jahr dann etwas intensiver ausfallen, da die wichtigen großen Messen dieses Jahr nicht mehr stattfinden werden.

Deine Vision für Infinite Running

Natürlich ist das Ziel bald profitabel zu werden. Mittelfristig wollen wir Innovation vorantreiben, z.B. durch den Einsatz moderner Technologie aus dem Bereich Connected-Footwear. Damit kann man Bewegungsdaten analysieren und Heilungsprozesse beobachten. Das sind Dinge, an denen wir bereits jetzt auch schon arbeiten.

Dein Drink

Ich bin Leistungssportler. Aber auch hinsichtlich Ökobilanz und Preis ist mein Favorit: Leitungswasser.

Danke, Nico!

Kategorien
IT

Innovations ON

//Ulms Rising Star der Digitalisierung

Portrait:
Die Innovations ON GmbH berät und unterstützt Unternehmen in Themen rund um Cloud Technologie mit Amazon Web Services und Microsoft Azure. Beizeiten soll dann auch die Gaia-X dazukommen. Damit treibt sie an vorderster Front die Digitalisierung und Industrie 4.0 voran. Vor allem Mittelstand und Enterprise setzen auf das Know-How der Ulmer.

Doch wie schaffte es Gründer Tom Simon in nicht einmal 2 Jahren internationale Konzerne von sich und seiner Firma zu überzeugen? Das wird er uns gleich erzählen. Vorher wollen wir noch einen kurzen Blick auf die Geschichte des Unternehmens werfen.
Im Oktober 2018 gründete Tom, damals 20 Jahre alt, die Innovations ON GmbH. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits unternehmerische Erfahrung mit seiner eigenen Hosting Firma gesammelt. Darauf angesprochen, wie man eigentlich darauf kommt als junger Mann eine Firma zu gründen antwortet er mit einem Augenzwinkern:
“Da hab’ ich halt Spaß dran gehabt.”

Ein wenig mehr steckt dann aber schon dahinter, wie ich ahne. In seiner Ausbildung zum Fachinformatiker liegt sein Fokus bereits auf Cloud Technologie. Es dauert nicht lange, bis er als Freiberufler tätig wird und nun auf projektbasis Unternehmen berät und Schulungen hält. Zum Höhepunkt dieser Phase zählt sicherlich sein Mitwirken am Audi Konfigurator, den man auf der Webseite des Automobilherstellers finden kann. In dieser Zeit hat er das Potential der Cloud erkannt, sagt er. Und die Entscheidung getroffen, eine Firma zu gründen.

Man erwischt sich fast dabei, den Vergleich mit Bill Gates zu ziehen, der Microsoft in einer Garage gegründet hat. Toms erstes Büro war fast genau so gut ausgestattet: unterm Dach in einer Gaststätte im Silicon-Valley Neu-Ulms: Holzschwang. Zusammen mit seinem ersten Mitstreiter bezog er das Dachgeschoss, in dem noch eine alte, holzverkleidete Bar stand und mehrmals täglich die Hauskatze zu Besuch kam. Doch es war alles da, um mit der Arbeit zu beginnen.

Es war eine aufregende Zeit und er denkt gerne daran zurück, sagt er.
Einige Monate später konnte das Startup dann bereits in das TFU Innovationszentrum im Science Park 2 nach Ulm wechseln. Im April 2020 folgte dann der Umzug in die Wilhelmsburg am Ulmer Michelsberg. Zu dieser Zeit war das Unternehmen auf 20 Mitarbeiter angewachsen und hatte einen neuen, starken Verbündeten gefunden: Oliver Schallhorn, den langjährigen Geschäftsführer der Fritz & Macziol.
Eine irre Geschwindigkeit, die die Innovations ON hier vorlegt. Mit dieser Schlagkraft hat sie in den nächsten Jahren einiges vor: in Bayern und Baden-Württemberg will sie der erste Ansprechpartner für die Digitalisierung im Mittelstand sein.


Sind die Ziele zu hoch gesteckt, fragt man sich? Wenn man die jüngsten Erfolge des Startups betrachtet, scheint es tatsächlich gar nicht so weit hergeholt. Die Innovations ON hat zwischenzeitlich ein paar große Namen auf der Kundenliste. Audi, Wirecard und die Allianz arbeiten mit den Ulmern zusammen. Aber auch bekannte lokale Firmen wie ZwickRoell, Max Wild oder Transporeon setzen auf das Know-How des Unternehmens. Das ist in der Tat beträchtlich für ein Startup, beträgt eine normale Anlaufzeit auf den Markt doch gut und gerne mal mehrere Jahre. Was also macht die Innovations ON so besonders?

“Zum Einen haben wir starke Erfahrungen in einem Umfeld, in dem viel Unsicherheit herrscht. Cloud Technologie ist im breiten Markt noch nicht richtig angekommen und viele, die Beratung dazu anbieten, können die Umsetzung nicht leisten. Unser Angebot ist deshalb vor allem für den Mittelstand extrem spannend. Wir entwickeln eine Cloud-Strategie, setzen Sie im nächsten Schritt gemeinsam um und managen in der Folge die gesamte Architektur. Das nennt sich dann “Managed Services” und umfasst Monitoring, Support; diese Dinge. Wir sind also vom ersten Schritt bis zum produktiven Einsatz an der Seite unserer Kunden. Parallel ist es uns immer wichtig, die Mitarbeiter dort zu enablen, z.B. durch Trainings, die Cloud-Wissen vermitteln. Das spart ihnen extrem viel Zeit, Geld und vor allem Nerven.
Unser Managed-Service ist auch nach ISO zertifiziert. Für Unternehmen ist das wichtig; grade, wenn sie stark reguliert sind wie Krankenkassen oder Banken. Ein vergleichbares Portfolio ist am Markt extrem schwer zu finden.”

Tom, warum sollten Unternehmen Cloud-Technologie einsetzen?

Stell’ dir Folgendes Szenario vor:
Ein paar Jungs tun sich zusammen und gründen ein Startup. In einer Woche haben sie ihre Arbeitsplätze und ggf. eine Entwicklungsumgebung aufgezogen und beginnen damit, jemandes Geschäftsmodell herauszufordern oder zu disruptieren. Sie haben alle Rechenkapazitäten, die sie benötigen, und müssen keine Gespräche über Kredite für Server führen. Wenn dann so etwas wie Corona kommt, fahren sie ihre IT-Ressourcen (und Kosten) runter oder verschwinden dank mobiler Arbeitsplätze ins Home-Office, wo die Arbeit einfach weitergeht. Die Talente von heute sehen das und verlassen ihre Arbeitgeber, um in solchen modernen Unternehmen zu arbeiten.
In unterschiedlicher Ausprägung sehen wir das bei unseren Kunden.
Ein dermaßen hoher Grad an Mobilität und Innovation birgt eine Schlagkraft, die man als Mittelstand und als Enterprise einfach nicht ignorieren darf. Wir bieten diesen Unternehmen Zugang zu den selben Technologien an, damit sie zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben.


Abschließend: Was würdest du Unternehmen raten, die keine oder wenige Berührungspunkte mit der Cloud haben?

Einfach mal anrufen oder zu unserem Weißwurstfrühstück in der Bundesfestung in Ulm vorbeikommen (Termine einfach per Mail anfragen). Wir zeigen Ihnen erste Ansatzpunkte, die in jedem Unternehmen umgesetzt werden können. Im Rahmen eines POC ist der Ressourceneinsatz gering und der Erkenntnisgewinn hoch.
Unternehmen, die bereits mehr Erfahrung haben können wir in spezielleren Themen unterstützen, z.B. in Kubernetes oder IoT.

 

Dein Drink

Gin Tonic

 

Danke für deine Zeit!